Peeling selber machen - Tipps und Tricks für gesunde Haut
Peeling Zutaten: Honig und Zucker

Peeling selber machen

Unsere Haut erneuert sich ständig. Um sie dabei zu unterstützen, kann man Peelings benutzen, denn diese reinigen die Poren und sorgen für ein schöneres Erscheinungsbild der Haut. Viel Geld kostet das nicht, wenn man sich dazu entschließt, das Peeling selbst herzustellen. Dafür stehen ganz unterschiedliche Rezepte zur Verfügung, sodass garantiert für jeden Hauttyp etwas dabei ist.

Was ist ein Peeling?

Mithilfe eines Peelings wird schonend alte Haut abgetragen, wodurch sich neue und glatte bilden kann. Besonders mit zunehmendem Alter haben viele Menschen mit Pigmentflecken, Falten, Narben und Unreinheiten zu kämpfen. Für sie stellt das Peeling eine attraktive Möglichkeit dar, die Haut wieder jünger und frischer wirken zu lassen.

Wie wendet man das Peeling an?

Auch wenn es sehr viele unterschiedliche Peelings gibt - das Prinzip, wie man sie anwendet, bleibt in der Regel gleich. Folgende Schritte sind dabei zu beachten, damit das Peeling gut funktionieren kann:

  1. Abschminken - Das gesamte Make-up muss von Augen, Gesicht und Lippen entfernt werden. Am besten befördert man dafür etwas Jojobaöl ins Gesicht. Dieses wirkt reinigend und entfernt Schminke jeglicher Art.
  2. Haut leicht anfeuchten - Ganz sanft, mit einem Lappen und lauwarmem Wasser wird die Haut befeuchtet.
  3. Peeling in der Handfläche etwas anwärmen - Ansonsten könnte es beim Auftragen auf Gesicht und Körper etwas unangenehm werden.
  4. Gesicht und Körper mit Peeling einreiben - Dabei ist darauf zu achten, dass sich überall gleichmäßig etwas von dem Peeling befindet und keine Stellen ausgelassen werden.
  5. Kurz einwirken lassen und dann abspülen - Für das Abspülen sollte keine Seife verwendet werden.

Frau mit Gesichtspeeling

Durch die feuchtigkeitsspendende Wirkung eines Peelings in Kombination mit Öl sollte sich die Haut danach ganz weich und rein anfühlen. Es wird empfohlen, ein Peeling erst an einer kleinen Stelle zu probieren, bevor man es überall verwendet, um allergische Reaktionen ausschließen zu können.

Was nützt ein Peeling? 

Ein Peeling hilft der Haut dabei, alte Schuppen abzustoßen und befreit sie von Unreinheiten, wodurch die Haut wieder strahlen kann. Außerdem fördert das Peeling die Durchblutung und ermöglicht ein besseres Aufnehmen von Pflegeprodukten. Da es viele unterschiedliche Hauttypen gibt, unterscheiden sich auch die Peelingrezepte stark voneinander: So gibt es Peelings für sensible oder für fettige Haut, Lippen-Peelings mit Honig sowie Fuß- und Körperpeelings.

Peelings unterstützen die Hauterneuerung

Die Haut eines Menschen erneuert sich alle 28 Tage, hat aber dabei oft Schwierigkeiten, die alten Zellen abzustoßen. Die Folge sind Hautunreinheiten, wie Mitesser und Pickel. Peelings haben die Aufgabe, unsere Haut bei der Erneuerung zu unterstützen, indem sie sanft alte Hautzellen entfernen und die Poren wieder befreien. Verlangsamt sich der Erneuerungsprozess im Alter, können Peelings sogar dabei helfen, ihn wieder anzuregen.

Infografik: Peeling Vergleich

Wie häufig sollte man ein Peeling machen?

Wie oft ein Peeling gemacht werden kann, hängt in erster Linie von der Haut ab. Ist diese gesund, sollte man maximal zweimal pro Woche peelen. Für Menschen mit empfindlicher Haut empfiehlt es sich eine Anwendung hingegen nur einmal pro Woche.

In jedem Fall sollte man es nicht übertreiben, da die Haut sonst überstrapaziert werden könnte, was langfristig häufig zu vorzeitiger Hautalterung, Irritationen, Trockenheit und Schuppenbildung führt.

Nach dem Peeling kann die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme nachbehandelt werden. Manche Peelings enthalten diese bereits.

Warum das Peeling selber machen?

Auch wenn man es überall kaufen kann - ein Peeling selbst zu machen, bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Am wichtigsten: Beim Selbermachen weiß man immer ganz genau, was drin ist. Viele Zutaten befinden sich ohnehin im Vorratsschrank, weswegen es sogar preiswerter sein kann, ein Peeling selbst herzustellen. Auch die Menge lässt sich besser kalkulieren.

Natürliches Peeling ohne Mikroplastik

Die meisten Peelings aus der Drogerie enthalten Mikroplastik, welches die Umwelt schädigt und auch dem Verbraucher nicht guttut. Laut Bund für Umwelt und Naturschutz e. V. verwendet die Kosmetikindustrie nicht nur partikuläres Mikroplastik, sondern auch andere Kunststoffe, die unter anderem als Schleifmittel, Filmbildner, Füllstoff und Bindemittel dienen.

Eigenes Peeling bietet den Vorteil, dass es ganz ohne Mikroplastik auskommt. Peeling selbst herzustellen, trägt dementsprechend nachhaltig zum Umweltschutz bei und ist gesünder für alle, die es benutzen.

Peeling selber machen für jeden Hauttyp

Um für sich das passende Peeling selbst herzustellen, gilt es zunächst, den eigenen Hauttyp zu bestimmen. Für jeden Typ gibt es spezielle Rezepte. Besonders trockene und empfindliche Haut stellt ganz andere Ansprüche an ein Peeling als fettige, unreine und Mischhaut. Nur wenn man das beachtet, kann man mit guten Ergebnissen beim Peeling rechnen.

Weiterhin spielt eine Rolle, wo man das Peeling verwenden möchte. Die Gesichtshaut ist um einiges dünner als die am Rest unseres Körpers. Ein Gesichtspeeling muss also etwas schonender ausfallen als ein Körperpeeling.

Inhaltsstoffe für jede Haut

Ganz allgemein gibt es ein paar Inhaltsstoffe, die man für jeden Hauttyp einsetzen kann. Zu diesen gehören:

  • Honig: Die beruhigende, nährende und Feuchtigkeit bindende Wirkung von Honig eignet sich für jeden Hauttyp. Er kann Entzündungen hemmen und Rötungen mildern. Für fettige und unreine Haut ist er aufgrund seiner antibakteriellen, klärenden und ausgleichenden Eigenschaften bestens geeignet.
  • Rosenwasser: Es wirkt reinigend, regenerierend und feuchtigkeitsspendend, glättet Falten und sorgt für mehr Elastizität der Haut.
  • Zucker: Aufgrund der feinen Körnchen ist Zucker der ideale Schleifkörper, der die Haut sanft von Schüppchen befreien kann.
  • Ätherische Öle: Dabei ist zu beachten, dass nur reine Öle von hoher Qualität verwendet werden sollten. Für Schwangere oder Allergiker sind sie aufgrund ihrer teilweise starken Wirkung jedoch nicht geeignet.

Inhaltsstoffe für unreine, fettige und Mischhaut

Fettige und unreine Haut erfordert Inhaltsstoffe, die trocknend und antibakteriell wirken. Dafür eignen sich diese besonders gut:

  • Halbtrocknende und trocknende Öle: Arganöl, Aprikosenöl, Sesamöl, Traubenkernöl, Wildrosenöl und Erdnussöl dringen schnell in die Haut ein.
  • Zitronensäure: Diese verkleinert die Poren, sodass es zu weniger Mitessern und Pickeln kommt. Außerdem hellt sie dunkle Flecken auf.
  • Backpulver: Das Pulver stellt den natürlichen pH-Wert der Haut wieder her. Aufgrund seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung reduziert es Pickel.
  • Haferflocken: Sie beruhigen die Haut und entfernen abgestorbene Hautzellen.
  • Heilerde: Diese versorgt die Haut mit wichtigen Mineralien.
  • Ätherische Öle: Öle aus Teebaum, Cistrose, Myrte, Myrrhe, Rosenholz, Vetiver, Lavendel und Manuka tragen zur Reinigung der Haut bei.

Inhaltsstoffe für empfindliche, reife und trockene Haut

Empfindliche und trockene Haut muss besonders gut vor äußeren Einflüssen geschützt werden. Ein passendes Peeling versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen und lässt sie strapazierfähiger werden.

  • Nicht trocknende Öle: Kokos-, Oliven-, Avocado-, Mandel- und Jojobaöl sowie Kakao- und Sheabutter hinterlassen einen leichten Film auf dem Körper und sind sehr nährend.
  • Avocado: Die Avocado versorgt die Haut mit natürlichem, reichhaltigem Fett.
  • Naturjoghurt, Quark und Buttermilch: Sie spenden und binden die Feuchtigkeit.
  • Sesam (mit Vitamin E): Dieses glättet Falten, stärkt die Hautbarriere und ist feuchtigkeitsspendend. Außerdem macht es sogenannte freie Radikale unschädlich. Allerdings handelt es sich hierbei um ein starkes Allergen, von dessen Verwendung man absehen sollte, wenn man nicht genau weiß, wie der Körper darauf reagiert.
  • Ätherische Öle: Öle aus Ylang-Ylang, Rosengeranie, Linaloe, Karottensamen und Rose spenden viel Feuchtigkeit.

Neben dem Peelen betroffener Hautregionen kann man bei empfindlichen oder trockenen Lippen auch eine Lippenmaske selber machen

Nützliche Tipps für das eigene Peeling

Um ein Peeling selbst zu machen, benötigt man gar nicht so viel. Was aber ganz wichtig ist und nicht fehlen darf, sind natürliche Zutaten. Erst die richtige Kombination dieser bringt den Teint zum Strahlen und sorgt für ein jüngeres Erscheinungsbild. Ein eigenes Peeling herzustellen, ist gar nicht schwer, hat aber eine große Wirkung.

👉 Weitere Hilfsmittel zum Peelen: Peeling selber machen bringt Freude. Allerdings gibt es noch ein paar Hilfsmittel, die es einfacher gestalten. Dazu gehören Peelinghandschuhe, die zur Entfernung lästiger Hautschüppchen beitragen. Sie beugen außerdem eingewachsenen Härchen durch die Enthaarung vor. Das Ergebnis: Samtweiche Haut ohne großen Aufwand! 

Peeling-Rezepte für Gesicht und Körper

Viele Peelings können gleichermaßen für Gesicht und Körper verwendet werden. Wichtig dabei ist, dass man nur die Menge herstellt, die später auch verwendet wird. Ein DIY-Peeling mit natürlichen Zutaten hält nicht so lange und sollte aufgebraucht sein, bevor sich schädliche Keime darin bilden.

Körperpeeling mit Kaffee

Kaffeesatz macht müde Haut munter! Und das hat sogar noch einen Vorteil: Die meisten Menschen trinken Kaffee, wobei große Mengen Kaffeesatz anfallen. Anstatt ihn wegzuwerfen, kann man ihn auch ganz einfach für DIY-Rezepte nutzen.

Eine Möglichkeit dabei ist, etwa fünf Esslöffel der bevorzugten Kaffeesorte mit in die Dusche zu nehmen. Dort muss die Haut zunächst befeuchtet und der Körper mit einem Öl eingerieben werden. Zu empfehlen sind Kokos- oder Olivenöl, da sie besonders reichhaltig und einfach zu verteilen sind. Anschließend reibt man sich in kleinen kreisenden Bewegungen mit dem Kaffee ein. Kaffeesatz kann auch mit vielen weiteren Zutaten, wie Zucker, Honig, Kakao und Quark verwendet werden.

Aufgrund des im Kaffee enthaltenen Koffeins dient Kaffee als Muntermacher. So auch für die Haut. Koffein regt bei äußerlicher Anwendung die Durchblutung an und strafft diese deutlich. Deswegen hilft ein Kaffee-Peeling auch bei Augenringen und sorgt für einen rosigen, frischen Teint.

Körperpeeling mit Salz

Salz sorgt ebenfalls für eine samtweiche Haut und regt die Durchblutung an. Dabei ist es egal, ob man Meersalz oder anderes verwendet, ob es eher fein- oder grobkörnig ist. Das ist nur für die Wahl der zu peelenden Körperstelle entscheidend, da man im Gesicht grundsätzlich empfindlicher ist als beispielsweise an den Beinen. Auch beim Peeling mit Salz können viele weitere Inhaltsstoffe zum Einsatz kommen. Ein einfaches Rezept, welches immer funktioniert; besteht aus:

  • 1 EL Pflanzenöl
  • 2 EL Salz
  • Ätherisches Öl für den Duft

Weiterhin benötigt man ein kleines Schälchen und einen Behälter zum Abfüllen. Das Salz wird zunächst mit dem Pflanzen- und Duftöl vermengt. Je nach gewünschter Konsistenz kann man dann mehr oder weniger Salz hinzugeben. Danach wird das Salzpeeling in ein luftdichtes Gefäß abgefüllt. So hält es im Kühlschrank ein paar Tage.

Bei der Anwendung des Peelings steht zunächst wieder eine gründliche Reinigung des Körpers an. Danach wird der Körper sanft mit dem Peeling für wenige Minuten in kreisenden Bewegungen massiert. Zum Schluss wäscht man das Salzpeeling mit warmem Wasser ab und tupft sich vorsichtig trocken. Ob man das Salzpeeling abends oder morgens verwendet, spielt kaum eine Rolle. Allerdings hat der Körper nach einem abendlichen Peeling im Schlaf mehr Zeit, sich zu regenerieren.

Körperpeeling mit Zucker

Regelmäßig angewendet, sorgt ein Zuckerpeeling für glatte und strahlende Haut. Die Zuckerkristalle eignen sich hervorragend zum Peelen.

Als Grundrezept für das Zucker-Peeling kommt eine Mischung aus braunem oder weißen Zucker mit Öl infrage. Dabei ist das Verhältnis 1:1. Soll das Peeling besonders sanft sein, weil man es zum Beispiel ausschließlich im Gesicht verwenden möchte, sollte man auf sehr feinen Zucker und etwas mehr Öl zurückgreifen. Weiterhin funktioniert ein Zuckerpeeling auch gut mit Rosmarin und Kokosöl.

Das Zuckerpeeling wird, wie die meisten anderen Peelings, auf der noch leicht feuchten Haut aufgetragen, da es sich so besonders gut verteilen lässt.

Körperpeeling mit Honig und Haferflocken

Das Peeling ist für empfindliche wie auch normale Hautpartien sehr gut geeignet. Man kann es sowohl im Gesicht als auch an strapazierten Stellen, wie den Füßen, anwenden. Die Haferflocken enthalten viele wichtige Vitamine. In Kombination mit entzündungshemmendem Honig und pflegendem Öl ergeben sie ein wunderbares Peeling.

Für das Rezept werden einfach zwei Esslöffel Haferflocken mit einem Teelöffel Honig und zwei Esslöffeln Olivenöl gemischt. Sind die Haferflocken sehr grob, empfiehlt es sich, diese erst zu zermahlen.

Auch dieses Peeling wird in kreisenden Bewegungen aufgetragen und anschließend mit warmem Wasser abgespült.

 

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